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Verwandte Themen: 3. Start- und Landebahn, LabCampus – Neuansiedlungen am Flughafen

Quelle: Shutterstock/Daniel Schweinert

Der Flughafen München ist der zweitgrößte deutsche Flughafen. Am 17. Mai 1992 ging er mit zwei Start- und Landebahnen in Betrieb. Mit dem Bau einer 3. Start- und Landebahn sollen angebliche Kapazitätsengpässe aufgefangen werden. Mit Planfeststellungsbeschluss vom 26. Juli 2011 ist dieses Vorhaben rechtskräftig geworden. Die Anwohner in der Flughafenregion kämpfen seit Jahrzehnten für den Erhalt ihrer Heimat. Zu den größten Erfolgen zählen die Ablehnung des Ausbaus im Münchner Bürgerentscheid 2012 und die engagierte Arbeit zahlreicher Bürgerinitiativen, sowie deren Dachverband „AufgeMUCkt“. Aus diesem Einsatz hervorgegangen ist die jüngste Entscheidung der Staatsregierung, in einem Moratorium die Erweiterung des Flughafens bis auf weiteres ruhen zu lassen. Eine Entscheidung, die Hoffnung auf ein endgültiges Aus der Ausbaupläne macht. Um der kommunalen Verantwortung gegenüber den Menschen in den betroffenen Stadt- und Ortsteilen gerecht zu werden und um weiterhin eine ausgewogene Stadtentwicklung gewährleisten zu können, erwartet die Freisinger Mitte in einer endgültigen politischen Entscheidung die Herausnahme des Baus der 3. Start- und Landebahn aus dem bayerischen Landesentwicklungsprogramm.

Die Freisinger Mitte engagiert sich bereits seit Jahren gegen den Bau einer 3. Start- und Landebahn, auch als Mitglied in der ehemaligen Bürgerinitiative, aus der 2016 unter Unterstützung der FSM der Bürgerverein zur Reduzierung von Lärm und Schadstoffbelastungen e.V (BV) hervorgegangen ist. Die Freisinger Mitte hat sich mit einer Spendensammlung und einem Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Stadtverwaltung erfolgreich für die Anschaffung des ersten Ultrafeinstaub-Messgerätes eingesetzt. Mit diesem ist es dem Bürgerverein möglich, die gesundheitsschädliche Belastung durch ultrafeine Partikel in der Luft eindrucksvoll und nachhaltig zu dokumentieren. In über 40 Vorträgen über die gesundheitlichen Folgen sensibilisieren die Mitglieder sowohl Kommunen und Krankenkassen, als auch Betroffene in der gesamten Region.

Neben den Flugzeugabgasen ist es auch der Fluglärm, der die Menschen in Freising und Umgebung gesundheitlich beeinträchtigt. Als Vorsitzender der Fluglärmkommission verfolgt Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher den Ansatz, die Regulierung der Fluglärmbelästigung zu sensiblen Tageszeiten über die Einbindung der anstehenden Neuauflagen der Flugentgelte und darin berücksichtigter finanzieller Auflagen zu steuern.

Wegen des durch den Flughafen generierten Zuwachs an Arbeitskräften und des enorm hohen Verkehrsaufkommens sieht die Freisinger Mitte den Flughafen in der Verantwortung, die Verkehrsanbindungen strategisch zu verbessern, den ÖPNV auszubauen und die angespannte Wohnraumsituation durch betriebliche Neubauprojekte auf eigenen Grundstücken deutlich zu entlasten.

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