Mobilitätskonzept „Freising nachhaltig mobil“

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Radverkehr und ÖPNV bilden im Rahmen der modernen Verkehrswende entscheidende Elemente. Dem 2013 angefertigten Radwegekonzept für die Stadt Freising folgte im Juli 2016 die kommunale Bewerbung als Fahrradfreundliche Kommune bei der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune in Bayern (AGFK). Erste, durch die AGFK erstellte Empfehlungen sowie parallel stattfindende Optimierungen des Freisinger ÖPNV mündeten 2018 im „Mobilitätskonzept: Freising – nachhaltig mobil“:

In 30 konkreten Einzelmaßnahmen geht es um die Schaffung eines lückenlosen und sicheren Fuß- und Radwegenetzes, die Priorisierung des Umweltverbundes gegenüber dem motorisierten Individualverkehr (MIV), dem Ausbau von Radabstellanlagen an zentralen Ziel- und Quellpunkten, der Beschleunigung und Vernetzung des ÖPNV in Stadt und Landkreis sowie der Verbesserung der Infrastruktur rund um die Knotenpunkte. Mittels Bündelung des Kfz-Verkehrs auf den Hauptachsen und der Verlagerung des MIV von den Durchgangsstraßen auf die Stadtumfahrungen Westtangente und Nord-Ost-Umfahrung sowie der Anpassung von Stellplatz- und Garagensatzung soll eine innerstädtische Reduzierung des MIV herbeigeführt werden. Die Festlegung von Vorzugsrouten und deren stückweise Ertüchtigung, die kurzfristige Beseitigung akuter Brennpunkte sowie Sofortmaßnahmen sollen die entscheidende Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung schaffen, um weitere infrastrukturelle Maßnahmen in Angriff nehmen zu können. Als denkbare erste Maßnahmen stehen der Ausbau der Pilotroute zwischen Vötting, Innenstadt, Bahnhof und Lerchenfeld, die durch die Freisinger Mitte beantragte Änderung der Vorfahrtsregelung an der Kreuzung Luitpoldstraße/Korbinianbrücke sowie die Optimierung diverser Lichtsignalanlagen, Fußgängerüberwege und Bahnübergänge auf der Agenda. Ein Jahr nach Freigabe des Konzeptes durch den Stadtrat befinden sich bereits 16 Maßnahmen in der konkreten Planung und Umsetzung (siehe Kasten auf der folgenden Seite).  Mit der Einstellung des Mobilitätsbeauftragten im November 2019 ist ein erster entscheidender Schritt für die strategische Umsetzung des Konzeptes erfolgt. Zahlreiche in den kommenden Monaten und Jahren notwendige Sanierungsmaßnahmen im öffentlichen Straßenraum bieten eine einmalige Chance, die Verkehrswende hin zu mehr nachhaltiger Mobilität Realität werden zu lassen.

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