Strukturkonzept Bahnhofsareal: Mobilität, Wohnen, Naherholung

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Ein Bahnhof ist eine zentrale Drehscheibe und vernetzt die Bevölkerung in ihrem Lebensalltag. Gerade vor dem Hintergrund eines Wandels in der Mobilität hin zu mehr Nachhaltigkeit werden auch für den Freisinger Bahnhof mit seinen umgebenden Flächen seit geraumer Zeit neue Überlegungen angestellt. Die Freisinger Mitte wird sich dafür einsetzen, einerseits den Ansprüchen einer Mobilität der Zukunft gerecht zu werden, aber andererseits auch städtebauliche Missstände, wie etwa Brachflächen und unattraktive Nutzungen im gesamten Bahnhofsareal sukzessive zu beheben. Das Strukturkonzept für das Bahnhofsareal wird hierbei in den kommenden Jahren eine der wichtigsten städtebaulichen Großkonzeptionen der Stadt Freising. Die gesamtstädtische Bedeutung des Areals von der Otto- bzw. Münchner Straße bis hin zur Isar, vom nördlichen Seilerbrückl bis hin zur Isarvorstadt, ist beträchtlich – ebenso wie die Potenziale und Herausforderungen.

Neben der Mobilität sind auch die Schaffung neuer Wohn- und Gewerbeflächen sowie die Erschließung des Naherholungsgebiets Isarauen Ziele einer Entwicklung. So bestehen etwa nördlich des Seilerbrückl – wo heute unter anderem Logistikhallen angesiedelt sind – Flächen, auf denen eine Siedlungsentwicklung möglich ist. In direkter Bahnhofsnähe kann hier ein autoarmes Quartier entwickelt werden.

Durch den Neubau eines Parkhauses würde der Flächenverbrauch des Park-and-Ride-Platzes massiv verkleinert. Es ist anzudenken, hier das Naherholungsgebiet Isar direkt mit der Innenstadt zu verbinden, womöglich sogar durch eine Verlegung des Isar-Damms nach Westen, was ein breites, grünes Isarufer entstehen ließe. Zudem müssen die Planungen für den zweiten Isarsteg in diesem Bereich konsequent fortgesetzt werden, um die Erschließung nach Lerchenfeld zu Fuß und mit dem Rad zu optimieren. Nördlich der Gleise ist durch eine Entwicklung der Brachflächen entlang der Münchner Straße, die von den Bahn-Gesellschaften in der Vergangenheit insbesondere als Baustellenlager genutzt wurden, eine Aufwertung zu erreichen. Hier könnten etwa neue Bürogebäude entstehen. Ebenso sind die städtebauliche Gestaltung sowie die Nutzungen der Gebäude am Bahnhofsvorplatz, z. B. Postlogistikzentrum, aber auch das Bahnhofsgebäude selbst, zu hinterfragen und zukunftssicher weiterzuentwickeln.

Eines unserer weiteren wesentlichen Ziele ist der Bau einer neuen Querung der Bahngleise, z. B. südlich des Bahnhofes als Verlängerung der Saarstraße.

Durch einen barrierefreien Tunnel könnte so eine Verbesserung der Wegeverbindung zu Fuß und mit dem Rad erfolgen, auch für mobilitätseingeschränkte Personen. Aber auch für den motorisierten Individualverkehr ließen sich die Siedlungsflächen nördlich des Seilerbrückl schneller erreichen sowie das neue Parkhaus des Park-and-Ride erschließen – was einen Umweg für den Westen und Norden Freisings über die Hochtrasse zum Park-and-Ride-Platz obsolet machen würde. Insbesondere aber auch für Busse kann eine neue Querung ggf. auch nördlich des Bahnhofs eine wesentliche Verbesserung des ÖPNV-Angebots mit sich bringen, da sich hierdurch z. B. die Fahrtzeiten bei Verbindungen von Lerchenfeld über den Bahnhof zur Innenstadt deutlich verkürzen würden.

Für pendelnde Radfahrende ist ein Ausbau der Fahrradabstellanlagen vorzunehmen. Hier erfolgt bereits zeitnah durch den Bau einer mehrgeschossigen Abstellanlage eine deutliche Kapazitätssteigerung. Der weitere Bedarf ist auch künftig zu decken. Auch durch die Schaffung von E-Bike-Ladestationen sowie Servicestationen für Radfahrende kann nachhaltige Mobilität weiter unterstützt werden.

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