Gernot Anders

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Beisitzer

Alter: 72 | Berufsschullehrer i.R.

Ich bin am 26.11.1946 in Berchtesgaden geboren. Nach dem Abitur im dortigen Realgymnasium absolvierte ich eine Lehre als Kunst- und Bauschlosser. Anschließend studierte ich an der TU München Höheres Lehramt an beruflichen Schulen. Nach dem Ersten Staatsexamen arbeitete ich dort für zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter, bis ich in den Schuldienst eintrat und das Zweite Staatsexamen abschloss.

1977 kam ich an die Berufsschule Freising, wo ich bis zu meiner Pensionierung als Lehrer unterrichtete. 12 Jahre war ich dort auch Personalrat und über 20 Jahre Lehrervertreter im Gesellenprüfungsausschuss für Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Sehr bald nach meinem Zuzug in Freising kam ich mit der hiesigen Kommunalpolitik in Berührung. 1979 war ich Gründungsmitglied einer Bürgerinitiative für ein Jugendzentrum, das trotz Widerständen im Stadtrat dann auch an der Kölblstraße entstand. Zeitgleich war ich Gründungsmitglied einer Bürgerinitiative für Radwege in Freising, deren Pressesprecher ich wurde. Damals gab es im 85 km langen städtischen Straßennetz ganze 17 m Radwege (in Worten siebzehn). Hier war der städtische Widerstand noch zäher. Der damalige OB meinte, "das Radfahren ist nur eine Modeerscheinung, die schon wieder vergeht." Als aber der Stadtrat auf einem Ausflug sah, was andere Städte machen, ging es auch in Freising aufwärts. Wenn ich heute die "Modeerscheinung" von damals am Marienplatz sehe und auf einem der vielen Radwege dahinradle, freue ich mich und schüttle den Kopf über diejenigen, die meinen, dass Freising zu wenig für Radler tut.

Mein politisches Hauptbetätigungsfeld war bis zu meiner Pensionierung allerdings der Sozialkundeunterricht, den ich zusätzlich zum fachlichen Unterricht gab. Um überparteilich sein zu können, war ich während dieser Zeit in keiner Partei und in keiner politischen Vereinigung Mitglied.

Nach dem aktiven Dienst hatte ich dann mehr Zeit, mich ehrenamtlich zu betätigen. Ich arbeitete bei der Sanierung des Alten Gefängnisses mit, handwerklich wie ideell. Irgendwann fiel mir die Aufgabe zu, dort das kleine Gefängnismuseum einzurichten. Über die Besucherzahlen bei unseren Führungen freuen wir uns. Ein weiteres Betätigungsfeld ist der Verein Stadtheimatpflege Freising e.V., in dem ich stellvertretender Vorsitzender und Sprecher der AG Landschaft bin. Mit einer kleinen Gruppe produzieren wir den "Pergwein", einen Weißwein vom Südhang des Dombergs. Seit 2014 bin ich Gründungs- und Vorstandsmitglied im Freisinger Backhaus e.V. Weitere Betätigungsfelder in Freising sind: Stadtführer, Domführer, Sänger im Asamchor (Bass).

Zur Freisinger Mitte bin ich aus mehreren Gründen gekommen. Einmal weil mich die Aufbruchsstimmung nach der Gründung beeindruckt hat. Dann, weil ich dort auf ein Motto gestoßen bin, das mir am Herzen liegt: "Lieber selbst gut sein statt andere schlecht machen". Und, weil ich mich dort auch als nicht gewählter Mandatsträger aktiv einbringen kann. Konkret bin ich einer der beiden Sprecher des Ausschusses Kultur, Freizeit und Sport.